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Lilli Heber
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Jeder Mensch verfügt aufgrund seiner Lernentwicklungen, Ausbildungen und Erfahrungen über ganz unterschiedliches Wissen und unterschiedliche Fertigkeiten. Darüber hinaus hat  jede/r  bestimmte Bereiche, für die er oder sie ein besondere Neigung und Begabung entwickelt.

Für die einen Menschen reicht es aus, in ihren Bereichen einfach gut zu sein, andere wiederum haben das Bedürfnis, kreativ sein zu wollen. Sie tüfteln weiter, stellen sich immer wieder neue Aufgaben, wollen ausprobieren, wie sich was entwickelt, wenn man eine Sache einmal anders angeht.  Kurzum: sie wollen die Routine durchbrechen, etwas verändern und Neues kreieren. 


"Kreativität ist wie Eintopf kochen" - so die Kreativitätsforscherin Teresa Amabile und benennt dafür die entscheidenden Zutaten: (Quelle: D. Goleman "Kreativität entdecken")

Die erste Zutat ist das Fachwissen oder Handwerk - das Gemüse im Eintopf.  Damit ist alles Gelernte, sind alle Erfahrungen und Fertigkeiten  gemeint, dank derer wir uns in einem Bereich gut auskennen: ein Maler z.B. weiß, wie man mit Farbe umgeht, ein Physiker, wie man Versuche durchführt, eine Köchin, wie man Nahrungsmittel zubereitet  ... usw.  Begabungen können das Fachwissen bisweilen zwar ausgleichen, weil genügend Neugierde, Experimentierfreude und Leidenschaft  vorhanden ist, doch ohne entsprechendes Fachwissen wird auch das vielversprechendste Talent mittel- oder langfristig scheitern.
 

Die zweite Zutat sind die kreativen Denkfähigkeiten - die Gewürze. Sie geben je nach Auswahl und Mischung dem Gericht den besonderen Geschmack. Ohne Gewürze würde das Gericht fade bleiben.

Zu den kreativen Denkfähigkeiten gehören:

  • eine größerer Zahl von Möglichkeiten durchzuspielen

  • sich lange auf ein Problem zu konzentrieren

  • Dinge aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen z.B. das  Unübliche als das Übliche und als das Übliche als das Unübliche zu sehen.

  • einfach mal Risiken einzugehen, den Mut etwas zu versuchen, was man bisher noch nie getan hat

  • ein Gefühl zu entwickeln, wann man das Problem sich selbst überlassen muss
     

Die  dritte Zutat schließlich ist die Leidenschaft - das Feuer unterm Suppentopf. Damit ist die Motivation, die Neugierde, das Verlangen, etwas um des reinen Vergnügens willen zu tun, gemeint.

Aus der  Leidenschaft wiederum erwächst Ausdauer. Aus Ausdauer wächst Mut und Risikobereitschaft.

Menschen, die sich einer Beschäftigung mit Hingabe und  Leidenschaft widmen, bleiben dran, geben nicht so rasch auf. Ablehnung kann sie so schnell nicht entmutigen – sie halten durch!  Wie sagte Edison doch einst:  "Genie ist Ausdauer"

 


Kreative Lernwerkstatt  |  mail@Lilliheber.de